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Die Zahlen sprechen für sich: Warum zirkuläre Geschäftsmodelle gewinnen
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Wenn wir bei Adapteo eines gelernt haben, dann dies: Gebäude müssen keine einmalige Angelegenheit sein. Unser zirkuläres Modell nach dem Prinzip „bauen, wiederverwenden, weiterdenken“ schafft Räume, die sich genauso weiterentwickeln wie die Anforderungen unserer Kunden. Und ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg. Denn wer von Anfang an auf Wiederverwendung statt auf Einmalnutzung setzt, schafft enorme Vorteile für Kunden, Gemeinschaften und unsere Umwelt.
Ein Blick hinter die Kulissen: die Lebenszyklusanalyse
Jetzt wird es spannend. Vor Kurzem haben wir eine umfassende Lebenszyklusanalyse unserer modularen Gebäude durchgeführt. In einer Branche, die diesen Schritt nicht immer geht, ist das etwas Besonderes. Eine Lebenszyklusanalyse liefert ein vollständiges Bild der Umweltauswirkungen eines Gebäudes von den verwendeten Materialien über den Energieverbrauch bis hin zur gesamten Nutzungsdauer. Sie gibt uns Transparenz und Kontrolle über jeden einzelnen Aspekt.
Gleichzeitig möchten wir klar sagen: Eine solche Analyse ist alles andere als einfach. Der Prozess ist komplex und anspruchsvoll, da der Weg jedes Materials von der Rohstoffgewinnung bis zum Lebensende nachverfolgt werden muss. Wo vollständige Daten fehlen, arbeiten wir mit qualifizierten Annahmen und standardisierten Datensätzen. Auf dieser Basis können wir die Genauigkeit unserer Kennzahlen kontinuierlich weiter verbessern
Die Ergebnisse haben bestätigt, was wir schon lange vermutet und immer wieder betont haben: Wiederverwendete Adapteo Module sind echte Vorreiter mit besonders geringer Umweltbelastung. Ein wiederverwendetes Modul kann die CO₂ Emissionen im Vergleich zu einem neu errichteten permanenten Gebäude um bis zu 96 Prozent reduzieren. Aber auch unsere neuen Module schneiden hervorragend ab. Durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe erreichen sie bereits im ersten Projekt eine Emissionsreduktion von rund 60 Prozent. Wir schaffen also nicht nur Räume, sondern echten Mehrwert mit Wirkung.
Warum das relevant ist und zwar für alle
Natürlich sind diese Ergebnisse für Adapteo erfreulich. Doch der Nutzen geht weit darüber hinaus. Wenn sich unsere Kunden für modulare Gebäude entscheiden, reduzieren sie nicht nur Emissionen, sondern verbessern auch ihre eigenen Nachhaltigkeitskennzahlen wie zum Beispiel die sogenannten Scope 3 Emissionen. Damit sind indirekte Emissionen gemeint, die besonders schwer zu steuern sind und über die früher oder später berichtet werden muss. Durch modulare Gebäude ob neu oder wiederverwendet in Kombination mit CO₂ armen Energielösungen entsteht eine echte Win Win Situation.
Dabei geht es nicht nur um Kennzahlen oder Umweltziele. Lösungen mit geringem CO₂ Ausstoß sind auch ein Gewinn für die Gesellschaft. Man stelle sich einen Schulbezirk vor, der dringend zusätzliche Klassenräume benötigt. Modulare Gebäude können innerhalb weniger Wochen zusätzlichen Raum schaffen statt erst nach Jahren. Und wenn sich der Bedarf ändert, lässt sich das Gebäude versetzen oder anpassen, ohne hohe zusätzliche Emissionen zu verursachen. Das ist flexibel für den Nutzer und zugleich besser für Umwelt und Menschen.
Materialien und Energie im Fokus
Auch die Wahl der Materialien spielt eine entscheidende Rolle. Unsere Module aus Holz speichern Kohlenstoff und leisten allein dadurch einen positiven Beitrag zum Klimaschutz. Das ist ein weiterer Grund, warum wir sie besonders sorgfältig behandeln und so lange wie möglich im Nutzungskreislauf halten. Ein Holzmodul kann im Laufe seines Lebens mehrfach repariert und wiederverwendet werden und erzielt dadurch über viele Jahre hinweg erhebliche Emissionseinsparungen.
Ebenso wichtig ist der Energieverbrauch. Heizung Kühlung und Lüftung haben großen Einfluss auf die Gesamtbilanz eines Gebäudes. Die Wahl eines effizienten Heizungs und Lüftungssystems kann den Energiebedarf eines Moduls beispielsweise halbieren.
In Ländern mit einem emissionsintensiven Strommix können Solaranlagen auf modularen Gebäuden den CO₂ Fußabdruck über die gesamte Lebensdauer deutlich senken. Auch hier unterstützen wir unsere Kunden mit einer Vielzahl passender Lösungen.
Wie geht es weiter?
Die Zahlen zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Gleichzeitig erinnern sie uns daran, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind. Die Bauindustrie trägt einen erheblichen Anteil zu den globalen CO₂ Emissionen bei. Wer die Art des Bauens verändert, trifft Entscheidungen für eine zirkuläre und klimaarme Zukunft.
Wir fordern uns selbst immer wieder heraus mehr zu tun sei es durch fossilfreie Transporte die Auswahl intelligenter Materialien oder die Unterstützung unserer Kunden bei der Wahl besonders energieeffizienter Lösungen.
Auf diesem Weg teilen wir weiterhin Einblicke in unsere Arbeit von Herausforderungen bis hin zu Durchbrüchen. Begleiten Sie uns dabei, wenn wir weiter erforschen, was nachhaltiges Bauen heute und in Zukunft bedeutet.
Erfahren Sie hier mehr über unseren Ansatz zur Nachhaltigkeit hier.