Zirkuläres Bauen verfolgt das Ziel, Gebäude und Materialien nicht nur einmal zu nutzen, sondern über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg in geschlossenen Kreisläufen zu denken. Jedes Bauteil wird dabei von Beginn an als Ressource für künftige Projekte verstanden.
Im Unterschied zu klassischen Bauprojekten, die oft mit Abriss und Entsorgung enden, werden modulare und containerbasierte Gebäude so geplant, dass sie sich anpassen, umnutzen, rückbauen und an anderer Stelle neu zusammensetzen lassen.
Zirkuläres Bauen orientiert sich damit an den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und des Cradle-to-Cradle-Ansatzes: Statt linearer Verschwendung entsteht eine Bauweise, die Wandel mitdenkt und den ökologischen Fußabdruck messbar reduzieren kann.
Zunehmend spielen dabei auch regulatorische Vorgaben wie das Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie europäische Nachhaltigkeitsrahmen eine Rolle, die zirkuläre Bauweisen zusätzlich stärken.